Pavel Kohout ist tschechischer Schriftsteller und Politiker. Am 20. Juli 1928 wurde er in Prag geboren. Er widmete sich ab 1957 der Literatur. 1968 war er einer der Wortführer des Prager Frühlings und verfasste neun Jahre später gemeinsam mit Vaclav Havel die Gründungsdokumente der Bürgerrechtsbewegung Charta 77. 1979 wurde ihm die Einreise in die Tschechoslowakei verweigert, worauf ihm Wien zur zweiten Heimat wurde. Als Schriftsteller und Regisseur ist er international bekannt. Zu seinen wichtigsten Bühnenwerken gehören „So eine Liebe“, „August, August, August“ oder „Brand im Souterrain“. Er verfasste auch Prosawerke wie „Ich schneie“ oder „Die Lange Welle hinter dem Kiel“. Von 1995 stammt sein Krimi „Sternstunde der Mörder“. Er spielt im Prag in den letzten Monaten der deutschen Besatzungszeit. Ein tschechischer Kommissar und ein deutscher Oberkriminalrat müssen den Mord an einer Generalswitwe aufklären. Die Suche nach dem Mörder wird eine detaillierte Studie über die Beziehung von Besatzern und Besetzten.